When Hurt is All You’re Feeling…

…das ist nicht nur die erste Zeile aus „Shine“, dem österreichischen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2013 in Malmö (heuer mit besonders vielen Begleitveranstaltungen in Wien, siehe Veranstaltungskalender). Die Textzeile fasst auch gut die Katerstimmung am Tag nach dem 1. Semifinale zusammen:

Das Song/Sänger/Show-Paket, welches von einem Consultingteam rund um Pop-Produzent Thomas Rabitsch und Universal Music Austria im Auftrag des ORF ausgewählt wurde, hat sich nicht für das Finale qualifiziert. Zurecht, wie nicht nur einige Kenner*innen der Materie meinen (vgl. Online-Artikel). Trotzdem schmerzt es, gerade in Bezug auf die Komponente „Sängerin“, da das große Talent der wunderbaren Natália Kelly vergeudet wurde. Da werden Erinnerungen wach: an Eric Papilaya 2007, Nadine Beiler 2011 und „Trackshitta“ Lukas Plöchl letztes Jahr. Allesamt markante Acts mit Bühnenpräsenz und starker Stimme … und … dem falschen Lied im Handgepäck.

Dieser Misserfolg ist jedoch nicht schicksalshaft, sondern jederzeit umkehrbar. Optimiert 2014+ der ORF seine Strategie, werden sich nicht nur die Resultate seiner Nominierungen für die weltweit größte Pop-Show verwandeln. Österreichs Kreativ- und Musikbranche wird profitieren, Fernsehzuschauer*innen werden sich (ähnlich wie rund um das Jahr 1990) wieder so richtig für das einmalige, wortwörtlich euro-visionäre Spektakel begeistern und es wird ein Gefühl Platz greifen, dass wir’s* international einfach drauf haben – nicht nur im Schi-Sport und Atmosphärensturz zur Erde…

Ja, neben Schweden oder Aserbaidschan können beim EBU-Liederwettbewerb auch andere kontinuierlich erfolgreich sein, wenn die subtilen Spielregeln erkannt und anerkannt werden (vgl. Blogeintrag) und es nur so von Kreativität, Mut und Motivation sprüht. Wie heißt’s so beherzt ehrlich und wirklich passend in der Schlusszeile Österreichs Lied für Malmö? „Trust me, you will shine.“

(*wer auch immer dieses „wir“ ist; verfasst von Mario R. Lackner)

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2 Kommentare

  1. Peter · Mai 15, 2013

    Sorry, aber leider ein mehr oder weniger inhaltsloser Artikel. Die Forderung es endlich „besser“ zu machen ist zwar schön und gut, aber was wären deine Kriterien für „Kreativität“, „Mut“ und „Motivation“? Ich denke, gerade bei letzterem mussten wir uns seit 2011 nicht verstecken.

    • Mario Lackner · Mai 16, 2013

      Das Lied sprühte auf der melodischen sowie Arrangement-Ebene weder vor Kreativität noch Mut und das Gesamtprojekt hatte die Motiviation sich für das Finale zu qualifizieren – ob das Motivation genug ist bei einem Wettbewerb lässt sich gern mit einem Beispiel aus dem Skisport illustrieren: Fährt eine Slalomläuferin bei einem Weltcuprennen mit, um sich für den 2. Durchlauf zu qualifizieren oder will sie gewinnen?

      Vielleicht nicht einmal eine Handvoll Rundfunkanstalten macht es Jahr für Jahr vor, wie ein erfolgreicher Zugang funktioniert, der Rest tappt im Dunkeln, was wiederum DIE Chance für den ORF ab 2014+ darstellt, da dadurch gewährleistet ist, dass nicht nur die Quali so gut wie fix gelingen wird, sondern auch eine Mindest-Platzierung im Finale rund um den 10. Creative Consulting hat nicht nur den Sieg der Ukraine 2004 möglich gemacht, warum sollten also für Österreich andere Spielregeln gelten, als die Macher*innen von Ruslana, Lena, Loreen & Co.?

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