ESC 2015 – BeardedBitches #01

(c) Traumsieberei OG

Mario R. Lackner & Katinka V. Zelmerlöw (c) Traumsieberei OG

So, dear golden boys out there! Unser ESC-Blog 2015 unter dem Motto Bearded Bitches feiert heute Premiere. Song Contest Consulter Mario R. Lackner und Neo-Expertin Katinka V. Zelmerlöw sind nach der Moderation des OGAE-Vorabvotings nun auch endlich im Pressezentrum der Eurovision in der Wiener Stadthalle gelandet.

Und ohne weitere Vorrede jetzt gleich zu ein paar Pröbchen, die heute live über die Bühne gingen. Euch golden boys interessiert sicher der Auftritt von ISRAEL „Golden Boy“:

Der pubertierende Goldjunge aus Tel Aviv wirkt zwar auf den ersten Bühnenmetern noch mehr als unsicher, Goldsneeker mit Flügeln, Goldkravatte und flotte Dancemoves von seinen Backgroundtänzerschwuppis (was für ein Wort! Nochmal zum Mitschreiben: Background-Tänzer-Schwuppiiiiis!) lenken aber gekonnt davon ab und helfen dem kleinen Nadav zum Mitsing-Mitshake-Refrain (wieder so ein Wort!) zu tänzeln. Auffällig sind nicht nur Nadavs „Schwuppis“ (ein Synonym für „Männer“ beim ESC) die ihn umringen, sondern vor allem seine unreine Teenager-Haut und die Transpiration auf seinem Gesicht, die nach vier Mal „I’m a Golden Boy, I’m here to enjoy…“-Trällern ihren Höhepunkt erreicht. Das Schwurnalisten-Publikum klatscht begeistert – was und wer als „Schwurnalist“ gilt, könnt ihr auf unserem Vorab-Blogeintrag nachlesen! So richtig Stimmung kommt aber erst beim vierten Probedurchgang auf, als Nadav die Pyrotechnik auspackt. Ja ja ja, Song und Sänger*in brauchen eben auch die richtige Show, die zum Glück auf Erden führt – siehe 3 $ to Success. Begleitet von Goldregen sind die schiefen Töne gleich vergessen und ein lautes „Ohhhhhh“ (oh ist der LIEB! Oh so schööön! Oh, das macht Stimmung! Oh, ohhhh, ohhh, I’m cummin‘) durchdringt das schwurnalistische Pressezentrum. Chancen, dass Israel es mit dem pickeligen „Trigger“ aus Tel Aviv ins Finale schafft: goldig.

LETTLAND „Love Injected“

Aminata, oh Aminata – don’t be so avantgarde! Aminata steht wie Prinzessin Leah mit Perlen-Diadem auf der Stirn und roter Tüllrobe auf der Riesenbühne und wirkt so verloren wie ihre familiär bedingten burkina-fasisch-(burkinafasösisch? obervoltairen?)-russischen Wurzeln der Lettin. Das Zeitgeist-Lied funkt nicht so wirklich, obwohl sich die Multikulti-Prinzessin wahrlich Mühe gibt – aber der Spagat zwischen cooler Distanz und abgehobener Ödesse ist leider ein bissi schwieriger, weswegen das Bühnenbild das Beste am ganzen Song ist. Tja, da hat Chef-Showdesigner Marvin Dietmann wieder mal prächtige Arbeit geleistet. And 12 points go to MARVIN!!! Nach dem dritten Mal ist Amy zumindest eingefallen, dass man sich auch in der Tüllrobe bewegen kann – zumindest mit den Armen – und die Carola-Captured-by-a-lovestorm-Windmaschine hat schon Liedern geholfen, die sonst noch kläglicher gescheitert wären. Der Applaus der Schwurnis ist anerkennend „warm“ (nein, das ist jetzt NICHT homophob, liebe Mäuse da draußen!), aber so richtig glaubt in Wahrheit niemand, dass wir nächstes Jahr nach Riga fahren werden. Ohhhhhhhhhhohhhhohhhhhhh!

ASERBAIDSCHAN „Hour Of The Wolf“

Too much, too much! Bäume, rot-blaue Farbexplosionen, eine computeranimierte Friedenstaube, ein trällernder Elnur, greller Mondschein, ein halb nacktes absurdes Tanzpaar das über den Boden krabbelt– nö nö nö so wird das nix. „Das ist der Wolf und die Wölfin!“, „Die lenken ab!“, „Der soll diese Tänzer weglassen…“ sind die ersten Reaktionen der Schwurnalisten hinter uns. Hebefiguren, leere Blicke ins Nichts, ein etwas überforderter Elnur, den die grauen schwitzenden Tanzenden genauso zu nerven scheinen wie uns, ständig wechselnde Farben auf der Bühne – bitte bitte übertreibt es nicht liebe Aseri und lasst den Elnur einfach nur singen! Haben wir schon erwähnt, too much!? El kann das nämlich eh nicht so schlecht. Die Unsicherheit der 3 (2 Tänzer, 1 Elnur) ist bis ins Pressezentrum zu spüren, der Funke springt nicht wirklich über – bei keinem der Beteiligten… Lauer Applaus ist die Folge und die leise Hoffnung, dass Aserbaidschan noch ordentlich an der Show tüfteln wird, ganz im Sinne von „Oh, I won’t sleep tonight…“

Viele andere Proben versüßten uns auch noch unseren ersten Pressenachmittag, doch wir wollen wir euch nicht mit Treibgut langweilen und spulen gleich vor zu unserem Mönzchen, Måns, auch genannt Mister Katinka Zelmerlöw, bei dem eine von uns beiden Blogger*innen doch glatt feucht geworden ist, sogar sehr sehr sehr gerne feucht!!!

SCHWEDEN „Heroes“ …DAS IST WAHRE KONKURRENZ FÜR ITALIEN, das von unserem Falcon Crest-Orakel schon vor Wochen als Siegerin vorhergesagt wurde! Es bleibt, nein es wird spannend! Bis bald beim 2. Blogeintrag, wir lesen uns! KISS.

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