ESC 2015 – Hallenalarm bei den #BeardedBitches

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Mario, Katinka und Alex (Foto: Traumsieberei OG)

Katinka V. Zelmerlöw und Consulting-Kollega Mario R. Lackner sind gestern im Pressezentrum gelandet und heute wurden mit unserer entzückenden Fan-Bekanntschaft Alex Lohrey (siehe Foto) die Proben nicht nur auf den überall präsenten Bildschirmen verfolgt, sondern auch direktest in der Halle (Halle! Halle!) Dabei fiel uns wieder einmal eine Eigenheit vieler Beiträge auf: wie notgeile Schwule, die es nicht erwarten können im Darkroom die Phalli auszupacken, zeigten die Shows gleich in den ersten Sekunden, was sie an Pakete anzubieten haben. Überraschungen bleiben damit leider aus, nach der ersten Minute sind die Songs effekttechnisch (und zumeist auch in der Komposition) durch. Glück nur, dass wie gesagt viele Beiträge in die selbe Falle tappen und sich die meisten sowieso fürs Finale qualifizieren, weil das Starterfeld so klein ist bzw. die Eurovision zu viele ins Finale durchwinkt.

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Eduard Romanyuta aus der „Moldawo-Ukraine“ mit unserer Katinka (Foto: Traumsieberei OG)

Genau diese Circumstances werden es der Ukraine in US-amerikanischen Polizeiuniformen für MOLDAWIEN ermöglichen knapp aber doch im Finale nochmal ihre grandios absurde Show abzuziehen. Au ja, Katinka, Mario and Alex want your love, Eduard Romanyuta!!! Ost-Trash forever!

ARMENIENs Delegationsleiterin hat sich nach schwurnalistischen Gerüchten hingegen bereits damit abgefunden, dass es wohl knapp aber doch nicht fürs Finale reichen wird. Musical sollte auf den Musicalbühnen dieser schönen weiten Welt stattfinden, nicht bei DEM Pop-Festival Europas, auch wenn der 6-köpfige Trupp alles gibt und die Show 1 A auf Melodie und Text abgestimmt ist.

Dafür zeigte im Anschluss an die Kaukasus-Republik das „Be“ der BeNeLux, wie’s gemacht wird. BELGIEN katapultiert sich mit dieser zeitgeistigen Performance, dieser Stimme mit Wiedererkennungs- und Gänsehauteffekt und einer reduzierten Aura in purem Weiß-weiß-weiß (übrigens DER eurovisionären Sieger(Nicht)farbe!) in die Poleposition für den Sieg (und zwar nicht nur des Semifinales)!

Nach diesem wallonischen Ausflug ins MTV-Universum (mit Anleihen an Tron und fetten Beats der 80er im Crossover mit 2016), der sogar Schweden-Måns blass (sprich: weiß-weiß-weiß) aussehen lässt, lohnt es sich nicht wirklich die vorhersehbaren Auftritte der restlichen probenden Delegationen durch den Kakao zu ziehen. Viel Mühe, viel Herzblut, viel Yesterday. Zuviel. Was wir aber heute brauchen ist morgen:

And if we die, tomorrow
What’ll we have to show
For the wicked ways, down below
The rhythm inside is telling us
We can fly tomorrow
On the beautiful wind that blows
On a cosmic track, love attack
I‘m gonna get that rhythm back

(Liedtextauszug „Rhythm Inside“ – Belgien 2015)

P.S.: Okay, okay, wir erwähnen da noch den Rest vom Schützenfest 😉 ESTLANDs Pseudo-Beziehungs- aber Echtes-Gesangs-Paar Stig Rästa & Elina Borg (nein nicht aus Star Trek!) zeigten uns dieses Mal, dass sie auf jeden Fall zu den Favoriten gezählt werden können. Stimmlich top, showlich noch etwas ausbaubar, da wir uns zum Beispiel fragen, wieso der Mann der Hunde anlächelt (siehe Liedtext!) unbedingt am Schluss die Bühne verlassen muss, aber bitte, die Mühe soll belohnt werden. Elina haucht ein herzliches „Aitäh teile – DANKESCHÖN!“ in den Zuschauerraum und Katinka-Eeeeestimaaaa-Fännin Number 1 ist hin und weg.

Das positive väga ilus-Feeling (ja, 50 % von uns sprechen fließend Estnisch!) legt sich leider etwas beim Wiener aus MAZEDONIEN der in B(l)ackstreetboys-Manier bei seinem Herbstblatt-Song über die Bühne tänzelt. Too much, too much, too much we say, Herr Daniel! Die drei Soulbrothers, die ihn gesanglich und tänzerisch unterstützen, nerven mehr als nötig. Schade ums Lied, das eigentlich gar nicht so übel wäre.

Apropos übel: Die NIEDERLANDE haben wir uns heute auch angetan. Wei-ei-ei-ei fragt man sich nach drei Probedurchgängen, denn „der kleine Zug“ a.k.a. Trinchen Osterhaus wechselt zwar ihre Lederjacken, aber leider nicht ihren verkrampften Gesichtsausdruck. Bei der Pressekonferenz im Anschluss versichert sie zwar den anwesenden Schwurnalisten, dass sie eh noch fünf Outfits im Gepäck hat und singt TOP acapella (plötzlich völlig unverkrampft und tausend Mal glaubwürdiger als auf der Bühne!), aber wir befürchten, dass diese unüberzeugende Darbietung auf den eurovisionären Brettern, die die Welt bedeuten, es nicht weit nach oben schafft. Sorry Trinchen!

Und zu guter letzt widersprechen wir uns sehr sehr gerne selbst, denn TOO MUCH kann auch pures Gold bedeuten, im Falle von SERBIEN pures Silber, da diese Farbe Walküre Bojana erstrahlen lässt! Sie schreit sich für alle, die etwas anders sind, die Seele aus dem beleibten Leib und das so überzeugend, dass wir alle uns schon MEGA auf ihren zweiten Auftritt im Finale freuen!

Das wär’s für heute aber jetzt wirklich! Schon bald melden wir uns wieder! Wollt ihr uns liken, dann ab auf uh uh ah ah Facebook:

facebook.com/Mario.R.Lackner

facebook.com/TanaTrans

C U! BYEEEEE! (Zitat Silvia Night)

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3 Kommentare

  1. Die Traumsieberei · Mai 15, 2015

    Hat dies auf GrenzlandDemokratie rebloggt und kommentierte:

    Auch der Eurovision Song Contest bewegt sich im Grenzland Demokratie – hier der frank und freie Blog von Karin Pointner und Mario Lackner über die Vorkommnisse vor Ort!

  2. Pingback: ESC-Blog #BeardedBitches No. 3 – vom Norden bis nach San Mari(n)o | VIENNA 12 POINTS!
  3. Pingback: ESC-Blog #BeardedBitches No. 3 – vom Norden bis nach San Mari(n)o | VIENNA 12 POINTS!

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