Song Contest Consulting’s future headquaters

More about this fantastic event center of the future at the border of Czech Repulic and Austria see on the German-spoken blog of Mario Lackner and at traumsieberei.at!

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Neues SongContest-Buch ab sofort vorbestellbar!

ODRGMzc3RjEtQ0VEMy00RkQwLTkxREQtOTAxMEVGMzUzNzA3;jsessionid=4A29396405A70EFC24E4A3C8F2B8D71E-n4.jpgMario Lackners insgesamt 7. Buch erscheint Anfang Mai und kann ab sofort überall im Buchhandel und direkt beim Verlag Berger vorbestellt werden. Wir wünschen interessante Lektüre und 12 points to all of you!

2015 feierte Wien den 60. Eurovision Song Contest – das größte jährliche TV-Ereignis der Welt. 2016 jährt sich die erste Austragung des unvergleichlichen Musikfestivals zum 60. Mal. Wer und was bis dato gewonnen hat, kann online mit ein paar Klicks und Wischbewegungen nachgelesen werden. Aber warum siegten Conchita, Lena, Nicole & Co.? Wieso sind in den letzten Jahren Schweden und drei Ostländer so erfolgreich? Und: Gibt es vielleicht eine geheime Siegesformel beim Grand Prix Eurovision?

SongContest-Consulter Mario Lackner lüftet in diesem kurzweiligen Reader das lang gehütete Geheimnis einiger weniger, die sich wirklich auskennen: Dreifachsieger Johnny Logan, Conchita-Mitentdecker Markus Spiegel, ESC-Kennerin Karin Pointner u.v.a.m. Sie teilen mit uns Know-how und Intuition für die Eurovision. Die ideale Ergänzung zum ESC-Standardwerk Friede, Freude, Quotenbringer und der Dokumentation Österreichs Triumph 2014 „Conchita Wurst – backstage“.

Weitere Infos im Facebook unter Song Contest Consulting und Das SongContest-Buch.

Interview mit Johnny Logan

ESCbuch - Johnny Logan (c) ANEFO

Johnny Logan mit „What’s another year“ beim ESC 1980 (Foto: ANEFO)

Voilà die deutsche Übersetzung des aktuellen Interviews mit Johnny Logan für das SongContest-Buch „So gewinnt man den ESC!“ – überall im Buchhandel und direkt beim Verlag Berger bestellbar.

Wie fühlt es sich an als der „King of Eurovision“ bezeichnet zu werden?

Ich habe nie wirklich darüber nachgedacht als „King“ von irgendetwas bezeichnet zu werden. Meine drei Song Contest-Siege waren große Momente in meinem Leben. Meine Verbindung mit der Eurovision ist etwas, was mich wirklich stolz macht, wegen der Songs, mit denen ich gewonnen habe. Zu der Zeit, als ich siegte, war der Song Contest eine gesellschaftlich sehr wichtige Fernsehsendung – nicht nur ein Wettbewerb. Er stellte Europas Länder einander vor. Die Eurovision war in den 80ern und 70ern eine sehr große Sache in Irland. Es ist echt ganz nett, dass sich die Leute an mich erinnern, weil die Songs immer noch erfolgreich sind, und das ist ein tolles Gefühl – 36 Jahre nach „What’s another year“ und nächstes Jahr wird „Hold me now“ 30 und es ist erfolgreicher als „What’s another year“, was schon erstaunlich ist!

Welcher deiner Siege liegt deinem Herz am nächsten?

Alle drei: „What’s another year“, „Hold me now“ und „Why me“ sind wie Kinder. Wenn die Leute sagen „Welches magst du mehr?“, dann ist das wie sich für ein Kind zu entscheiden. (lacht) Aber ich denke, wenn ich es müsste, dann würde ich sagen „Hold me now“, da bis zu jenem Zeitpunkt niemand mehr als einmal den Song Contest gewonnen hatte. Auch, weil ich es geschrieben habe, und ich lebte mit dem Song und er kam aus einem besonderen Winkel in mir. Es ist heute immer noch ein so großes Lied und ein großer Teil meines Lebens. Deshalb würde ich sagen, es war nach 1980 (da es so erfolgreich war) mein Karriere-Relaunch. Es war ein wunderbares Gefühl. www.youtube.com/watch?v=vccwzuttIQY

Wie war die Zeit nach dem Sieg mit „What’s another year“? Wie hast du dich gefühlt und wie war diese Erfahrung für dich?

Es war eine völlig lebensverändernde Erfahrung. Ich ging mit einer Band bestehend aus fünf Jungs von Irland aus auf Tournee in Europa – Paris, Berlin, London, die größten TV-Shows inklusive. Ich war die Nummer 1 in jeder Hitparade Europas. Das ging so für etwa ein Jahr. Danach kam ich auf dem Boden der Tatsachen an. Da war dann auch das Vorurteil, das bis heute existiert: die Bezeichnung als „One Hit Wonder“. Dann war noch dieses Eurovision-Etikett, was es sehr schwierig machte die Nachfolge-Platte im Radio gespielt zu bekommen, da das Image nicht ins Konzept der Sender passte. Es half mir nicht. Als ich in England von Sony unter Vertrag genommen wurde und die nächste Platte herauskam, war ein Streik und alle Musik-TV-Shows wurden abgesagt. Das ging für ein paar Monate so. PR-Arbeit, um die Platte zu promoten, war unmöglich.

„Hold me now“ einige Jahre später war dann aber ein großer Erfolg in Mitteleuropa! Es wurden über 3.000.000 Exemplare verkauft! Glaubst du, dass der Song für immer währt oder ist er das, was als Song für Europa bezeichnet wird?

Ich bin dankbar, dass dieses Lied mehr als dreißig Jahre überdauert. Ich habe gehört, dass es in Amerika gespielt wird und ich spielte es auch in den letzten zwei Wochen auf der Bühne in Wien mit der Elvis Band, James Burton, Dennis Jale & The Terry Blackwood Imperial. Nach dem Konzert kam James Burton zu mir und sagte, dass er einer der besten Songs ist, die er je von einem europäischen Künstler gehört hat. http://www.youtube.com/watch?v=qURxESCEENc

Es gibt sogar eine Fußballmannschaft in Dublin, die „Hold me now“ zu ihrer Hymne auserkoren hat…

…ja, die Bohemians, der älteste Fußballverein Irlands. Jedes Mal, wenn sie ein Tor schießen, spielen sie „Hold me now“. Ich bin bis an mein Lebensende Mitglied dieses Clubs, weil ich eine Menge Wohltätigkeitsarbeit für und innerhalb des Vereins mache.

Du warst bereits beim Song Contest im Jahr 1980 erfolgreich und dann kamst du zurück mit „Hold me now“.

Das ganze Geld von meinem ersten Eurovisionssieg wurde gestohlen. Ich verbrachte vier Jahre vor Gericht, um meinen Vertrag zurück zu bekommen. Und als ich vor Gericht fertig war, hatte ich meinen Vertrag zurück und musste einen Weg finden meine Karriere neu zu starten. Der einzige Weg, so stellte es sich heraus, war, ein zweites Mal beim Song Contest mitzumachen, mich nochmal zurück in diese Situation zu versetzen. Ich tat es auf große Art und Weise mit dem wahrscheinlich besten Song. Du weißt, er ist einer der besten Songs für die Eurovision.

Wie wahr! Dann hast du „Why me“ geschrieben, für Linda Martin, richtig?

Ich schrieb „Why me“ sogar als Follow-up für mich selbst. Ich wollte es als Platte rausbringen. Ich spielte es Warner Records in Deutschland vor. Mir wurde gesagt, nicht von der Plattenfirma, sondern vom Management-Team dort in Frankfurt [am Main], dass es ein schönes Lied sei, aber zu persönlich, es würde nie ein Hit. Das ist der Moment, in dem du leider an Plattenfirmen zweifelst. Es sei zu emotional! (seufzt) Ich weiß nicht, wie man so etwas tatsächlich nach Songs wie „I will always love you“ sagen kann! Die erfolgreichsten Lieder sind für mich die, die die Herzen der Menschen berühren. Es war auf eine Art logisch, es aus der Schublade zu holen und für Linda zu adaptieren. Es war ursprünglich viereinhalb bis fünf Minuten lang. Ich arbeitete es auf drei Minuten um, veränderte einige Textzeilen, um die besungene Frau zu einem Mann zu machen. Und das war nach Wunsch von Louis Walsh, der Lindas Manager war und mein Agent und seit 17 Jahren mein Freund jenseits der Bühne. http://www.youtube.com/watch?v=8EakbBFYwDY

In den 80ern und 90ern war Irland sehr erfolgreich, aber seit der Jahrtausendwende fehlt es an Top-Platzierungen. Was denkst du, an was fehlt es in den irischen Vorentscheidungen?

In Wirklichkeit entdeckte das irische TV-Unternehmen RTÉ, dass es mit Telefonanrufen und SMS-Voting Geld aus dem nationalen Song Contest machen könnte. Sie verwandelten ihn [den Vorentscheid] in etwas, das sie Eurosong nannten. Am Ende hatten sie, sagen wir, zwei Sänger*innen im Finale – und keine Lieder. Sie stellten den Wagen vor das Pferd. Sie fanden den/die Sänger*in und sie hatten für sie keine Lieder. Und dann verloren sie ihre Nordung komplett, und sie haben sie immer noch nicht wiedergefunden. Es wird in Irland nicht in Song-Schreiber oder junge Künstler*innen investiert. Da steht die Eurovision ganz generell heute: Es hat sich vom Eurovision Song Contest, den ich gewann, zu einer Art europäisches X Factor oder Pop Stars hinbewegt. Ich denke, das ist repräsentativ dafür, wo die Musikindustrie heute steht.

Welchen Musikstil vermisst du beim Song Contest derzeit?

Ich vermisse die Orchester, weil ich finde, dass es mit den Orchestern eine gewisse Eleganz hatte. An das Orchester war eine gewisse Glaubwürdigkeit gebunden, die Tatsache, dass die Musik live gespielt wird. Es gab der Veranstaltung auch eine gewisse Stimmung eines [besonderen] Anlasses. Wenn man nun ein Orchester hätte, wäre man nicht zu seinem Einsatz gezwungen. Man könnte auch eines vom Band haben. Das ist auch eine schöne Sache. Das Orchester gibt einem viel mehr ein echtes Gefühl. Es würde ihn [den Song Contest] von dieser X Factor / Pop Stars-Sache wegbringen. Er ist die einzige TV-Show, die weder Rock- noch Charts-orientiert ist. Es ist mehr für Leute, die TV-Shows, den Wettbewerb lieben. Es ist ziemlich traurig, dass sie [die EBU] kein Orchester zulassen. Es ist eine so große TV-Show, es sollte erlaubt sein.

ESCbuch - Johnny Logan (c) Manfred Baumann

Johnny Logan heute (Foto: Manfred Baumann)

Welche Ratschläge würdest du hoffnungsvollen Kandidat*innen mitgeben, die versuchen in deine Fußstampfen zu treten (wie dem heurigen Vertreter Irlands Nick Byrne)?

Konzentriere dich auf dich selbst und vergiss alle anderen! Konzentriere dich auf das, was du tust. Mache die bestmögliche Arbeit. Ich habe schon zu Nicky gesprochen. Ich habe Nicky einen Text geschickt, nachdem ich wusste, dass er in den Wettbewerb einsteigt. Ich wünschte ihm Glück und ich wünsche ihm wirklich Glück. Ich denke, dass zumindest das Video, das er gemacht hat, viel cooler ist als die TV-Show, die sie zur Teilnehmerauswahl verwendet hatten. Es tut mir aber leid für die Künstler, Texter*innen usw., dass es ihnen heuer nicht erlaubt war am Auswahlprozess teilzunehmen. [Statt einem auf RTÉ ausgestrahlten Vorentscheid wurde 2016 der irische Beitrag senderintern ausgewählt – Anm. d. Übersetzers] Die Präsentation des Songs ist zum ersten Mal seit vielen Jahren sehr professionell. Ich habe keine Ahnung, wie der Song abschneiden wird. Ich denke, er ist genau dort, wo die Eurovision jetzt im Moment steht. Hoffentlich macht er sich gut. Er [Nick] ist ein gut aussehender Bursch und es ist überhaupt kein schlechter Song. Es ist eine Verbesserung zu dem, was wir bis dato machten. […]


Du hast an kleinen Orten ebenso gesungen wie in großen Hallen. Wo ziehst du es vor aufzutreten?

Ich liebe es einfach zu singen. Es spielt keine Rolle, ob ich in einer kleinen Bar oder für eine Million Menschen am Brandenburger Tor singe. In meiner Band sind alle Dänen und zu meinen Lieblingsmomenten in diesen Tagen gehört es mit ihnen auf der Bühne zu stehen. Und ich liebe immer noch das Aufnehmen [von Songs], ich liebe es zu schreiben und den gesamten Prozess. Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen. Ich liebe das Singen.

Was denkst du, macht eine Künstler*in bei der Eurovision vertrauensvoll?

Ich denke, Ehrlichkeit. Ich möchte glauben, dass, als mich die Leute singen sahen (bei den Song Contesten, die ich gewonnen habe), sie mir in die Augen sahen und wussten, dass sie wirklich das fühlten, von was ich sang. Sie gingen mit mir auf dieselbe Reise. Sie glaubten mir.

Im vergangenen Jahr stieß Australien zur  Party hinzu. Wenn dich der dortige Sender SBS bitten würde einen Song für sie zu schreiben…

Ich bin Ire. Ich wurde zwar in Australien geboren, aber wir haben in Irland ein Sprichwort: „Nur weil du in einem Stall geboren wurdest, macht dich das noch nicht zu einem Pferd“. Ich habe für Irland komponiert und gesungen. Das ist, wo meine Loyalität gilt.

Wo schaust du heutzutage den Eurovision Song Contest?

Normalerweise bin ich die ganze Zeit auf Tour. Ich habe große Fans hinter den Kulissen des nationalen Song Contests, wie die Künstler und Regisseur*innen. Da werde ich angerufen und sie fragen mich „Kannst du dir dies anschauen? Kannst du dir jenes anschauen?“ und „Lass uns wissen, was du davon hältst!“ Wenn ich nicht auf der Bühne bin, finde ich es sehr schwer zuzuschauen. Jetzt werden die Leute sagen: „Aber du hast gewonnen!“ Ja, aber bis du gewonnen hast, weißt du nicht, wie es sich anfühlt zu gewinnen. Es ist etwas, das wirklich für immer herausragt.

Im nächsten Jahr feierst du 40 Jahre als professioneller Sänger. Gibt es eine Frage, die du gerne beantworten würdest, aber noch niemand gefragt hat?

„Glauben Sie, werden Sie singen, bis an dem Tag, an dem Sie sterben?“ Ich denke, die Antwort würde lauten: „Ja.“ (lacht)

Die Abschaffung der Sprachenregelung 1999…

Das Feld sollte für alle Platz bieten. Niemand sollte auf seine eigene Sprache beschränkt werden. Ich meine, Suaheli könnte gut für den Song Contest sein.

Die Beiträge von Russland 2014 („Shine“) und 2015 („A million voices“) waren…

…eine andere Abteilung: Es ist wichtig, dass Musik etwas sein sollte, was die Welt genau in dem Moment teilt. Es sollte nicht um Politik gehen.

Conchita Wurst ist…

…eine ausgezeichnete Sängerin. Sie war eine würdige Siegerin. Ich mache keinen Unterschied bei Menschen wegen ihrer Sexualität oder der Wahl ihrer Kleidung. Es stört mich nicht im geringsten. Menschen sind Menschen. Aus der Sicht der Lesben- und Schwulencommunity [gay community im Original – Anm. d. Übersetzers] war es schön, dass der Song in vielerlei Hinsicht für die Lesben- und Schwulencommunity sprach. Das war sehr nett. Das war ein Teil des Songs, der Menschen wie mich anspricht, die Menschenrechte unterstützen.

Die Dominanz der schwedischen Song-Produzent*innen ist…

Ich denke, die war schon immer da. Das Level an Songwritern und das Niveau der Produktionen war immer schon hoch. Es ist keine Überraschung in der Musikindustrie. Schweden nimmt den Song Contest sehr ernst, sogar die nationale Auswahl. Und ich glaube, sie werden dafür belohnt.

Möchtest du abschließend noch irgendwelche Ratschläge mit unserer Leserschaft teilen?

Da sind immer viel mehr Geschichten über Menschen und ihre Leben als Gerüchte. Wenn Sie ein Buch über den Song Contest zu lesen bekommen, erhalten Sie viele verschiedene Ansichten und Meinungen über den Song Contest. Ich hoffe, dass, wenn die Leute ihn schauen, sehen können, was er ist und nicht, was er sein will. Der Song Contest ist ein sehr leichtes Ziel, um ihn herabzusetzen. Es ist sehr einfach sich von den Seitenlinien aus überlegen zu fühlen. Wir haben ein Spruch in Irland: „Der beste Fußballspieler ist immer der an der Seitenlinie und nie der am Spielfeld„. Ich denke, dass trifft auf den Song Contest zu. Wenn die Leute das Buch lesen, sollten sie erkennen: Wir sind Momente. Die Eurovision ist größer als das.

Die Wirklichkeit ist doch Realität: Wir sind alle nur ein Teil des Lebens, und wir sind Teil des Eurovision Song Contest. Die Gewinner*innen haben Momente. Aber der Eurovision Song Contest geht über das Meer hinaus. Man kann die Auswirkungen sehen, die er auf Politik und Momente in der Zeit hat. Aus politischer Sicht ist er eine große Sache. […] Es ist ja so: es geht immer noch weiter. Wenn die Sprachen zwischen den Politiker*innen zusammenbrechen, gibt es immer noch Dinge wie den Eurovision Song Contest, die immer noch eine Art von Hoffnung in sich bergen, dass wir immer noch einen gemeinsamen Nenner finden können. Selbiges gilt für den Sport.

Das Interview führte Daniel Koch, übersetzt aus dem Englischen von Mario Lackner

EBU adopting our ideas to reform ESC voting

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Julian Nöbauer’s cover draft for Mario Lackner’s upcoming song contest book (2016)

While our chief consultant Mario Lackner is working on another song contest book, splendid news are reaching our headquaters in Vienna and Langau / Central Europe:

Once again the European Broadcasting Union (EBU) is adopting our ideas to add excitement to the voting procedure at the Eurovision Song Contest (ESC). After the announcement of all jury results one by one in the traditional and so much beloved «douze points» style the televoting results will be added in ascending order as explained in the clip below:

The only adoption missing is that Song Contest Consulting also have suggested a Pan-European televote instead of split national ones to underline the uniting basic idea of the ESC, reflected in ESC’s mottoes like Come Together (2016) – Building Bridges (2015) – We Are One (2013) and so on.

Also our first ever idea presented to EBU (only announcing the 8, 10 and 12 points) was not introduced straight forward when we proposed it to back then ESC supervisior Sarah Yuen in 2003/2004, but suddenly it was realized in Athens 2006. We are optimistic that one day the whole package of our vision of an exciting and uniting voting procedure will be delivered to more than 200 million people out there!

Further info about Song Contest Consulting via the creative company Traumsieberei OG and on Facebook.

ESC-Comeback für Anne Marie David 2016?

Wie die Beschädigung der Marke Eurovision Song Contest (ESC) durch das Nominierungsdebakel rund um Xavier Naidoo vergessen machen?

Ganz einfach: kombiniere Anne Marie David (die Siegerin mit der prozentual höchsten Punkteanzahl in der Geschichte der Eurovision) mit zeitgeistigen Pop-Künstlern der Gegenwart, die einen Friedensappell im Handgepäck haben, wie er internationaler nicht sein kann:

„International“, in der 4-minütigen Albumversion auf Französisch, Deutsch, Polnisch und (wie passend zur aktuellen politischen Lage) Arabisch.

Mastermind des Projekts ist #60JahreSongcontest-Interviewer Mave O’Rick, der Read More

3 S for Success at the Eurovision Song Contest

After publishing the biggest book to date about the Eurovision Song Contest, more and more journalists start to ask me how to design a successful ESC entry. First of all you need somebody in the core team at the TV station who has intuition for Eurovision (Germany’s NDR had such a guy: Stefan Raab). Best would be to have not only one, but two or three persons of that kind who are involved in the entire selection process. It is possible to turn a nation into a more successful one!
And what do we have to do? To search for the 3 S for success:
(S)ong
A composition that is (amongst other things) instantly pleasing to the ear, is superficially not too complex / surprising and is embedded in an arrangement full of zeitgeist.
(S)inger
A performing artist who is not only singing a song, s/he has to embody it.
(S)how
An outer packing that transports song and singer adequately.
It’s that „simple“. We are here to support interested TV stations: Song Contest Consulting of the creative company Traumsieberei. 12 points to all of you, Mario Lackner

Interview zum Buch „Friede, Freude, Quotenbringer #60JahreSongcontest“ für den Belgischen Rundfunk

BRF: Wie ist die Idee zu diesem Buch entstanden?

Mario Lackner: Ich wurde angefragt, ob ich Co-Autor eines Buches über Österreichs Erfolg beim Eurovision Song Contest 2014 sein möchte – es heißtConchita Wust: backstage und ist wie Friede, Freude, Quotenbringer beim Verlag INNSALZ erschienen. In einem Kapitel im Conchita-Buch beschäftigte ich mich intensiv mit Österreichs Geschichte beim Contest und jetzt zum 60-Jahr-Jubiläum war es nur logisch ein Werk über alle bisherigen Teilnehmer-Nationen und zig Interviews mit Fans, Show-Verantwortlichen und Leuten aus Wissenschaft, Medienwelt und Teilnehmenden nachzuschießen.

Sie selbst sind Jahrgang 1978 – also die Hälfte der ESC-Zeit haben Sie gar nicht bewusst miterlebt, welche war Ihre erste Erinnerung an das Musikspektakel?

Meine erste Erinnerung bezieht sich gar nicht direkt auf den Song Contest, aber auf eine Musiksendung namens Die Großen 10, die in den 80ern im ORF lief. Das war 1986, der Videoclip zu Sandra Kims Siegertitel für Belgien wurde vorgestellt, in dem die Kleine zu „J’aime la vie“ ein Eis mit gefühlt 100 Kugeln schleckte, was mich als 7-Jähriger, der wenn er mal groß ist „Eisfresser“ werden wollte, natürlich faszinierte.

Wie erklären Sie sich die so lange andauernde Erfolgsgeschichte des ESC?

Dafür gibt es viele Gründe, zwei möchte ich herausstreichen: Da sind einmal die feinen Antennen, die die Verantwortlichen innerhalb der Europäischen Rundfunkunion, die den ESC veranstaltet, haben. Seit Ende der 90er zeigen die Macher der Show, wie es gelingt Tradition mit Innovation und teilweise lebensrettenden Reformen wie die Einbindung des Publikums durch Televoting zu verbinden.

Und apropos lebensrettend: Das war auch der Enthusiasmus, mit dem ab 1993 die ehemaligen Ostblock-Staaten zum Wettbewerb hinzustießen und dadurch bis heute den Traum von einem vereinten Europa alljährlich im Monat Mai zumindest für ein paar Stunden TV-Unterhaltung in Erfüllung gehen lassen.

Wie ist ihr Buch aufgebaut und für wen haben Sie es geschrieben?

Es ist ein Jubelbuch für alle, die entweder eingefleischte Fans des Musikfestivals sind, sich für die neuere Pop-Kulturgeschichte Europas interessieren und/oder erfahren wollen, was und wie sehr der Song Contest zum friedlichen Miteinander auf unserem Kontinent beiträgt. „Friede Freude Quotenbringer #60JahreSongcontest“ setzt sich auf fast 600 Seiten aus 3 Hauptkomponenten zusammen: Einer Reise rückwärts in der Zeit von Wien 2015 bis zum Start 1956, als der „Grand Prix Eurovision“ erstmals vergeben wurde. Zwischen den Jahrzehnten haben wir 50 Länder-Reportagen platziert, in denen wir die Frage beantworten, was das Erfolgsgeheimnis beim Song Contest ist. Komplettiert wird das Ganze durch die bereits erwähnten, fast 80, streckenweise sehr persönlichen Interviews, durch die wir hinter die Kulissen blicken, wie es nie zuvor möglich war.

Wie beurteilen Sie Belgien in seiner Eigenschaft als ESC-Teilnehmer?

Belgien ist ein faszinierender Sonderfall, da sich jährlich zwei TV-Sender bei der Nominierung der Beiträge abwechseln. VRT und RTBF. Bosnien-Herzegowina könnte sich ein Beispiel an euch nehmen, wie man gute Lösungen betreffend politischer Befindlichkeiten im Bereich des ESC finden könnte. Bis zur Reform der Song-Contest-Regel Ende der 90er, die besagte, dass in einer Landessprache gesungen muss, hatte die RTBF den Vorteil frankophone Beiträge schicken zu können. Heute wäre das kein Vorteil mehr, da sich Englisch endgültig als internationale Sprache des Pop durchgesetzt hat. Die RTBF reagiert seit 2013 mit Gespür für den Zeitgeist und schickt nicht nur sprachlich, sondern auch musikalisch zeitgemäße Titel in den Ring. Bestes Beispiel ist das wunderbare Song/Sänger/Show-Gesamtpaket „Rhythm Inside“. Der VRT hat jedoch noch dringend Consulting-Bedarf…

Der Sieg von Conchita im letzten Jahr war auch ein Sieg für die Schwulen und Lesben in aller Welt. Wie kommt es, dass der ESC so viele schwule Fans hat?

Der ESC hat wohl nicht mehr homo- und bisexuell liebende Fans als andere Großveranstaltungen, sie sind nur sichtbarer als beispielsweise bei Olympia oder Fußball-WMs und EMs. In der Kunst- und Kreativbranche stehen seit jeher persönliche Entfaltungsmöglichkeit und Freiheit im Zentrum – kein Wunder also, dass das Publikum in dieser Sphäre auch offener und freier ist und weniger Hemmungen hat sein wahres Gesicht zu zeigen.

Wie viele Jahre wird der ESC Ihrer Meinung nach noch überleben?

In den letzten Jahren ist es kein Überleben mehr, er pulsiert und lebt mehr denn je! Daher: So lange es Fernsehen und unterschiedliche Länder in Europa gibt, die miteinander etwas auf die Beine stellen wollen, was den Gemeinschaftssinn stärkt, wird es den ESC geben – die größte Party der Welt und wer von uns will schon aufs miteinander Feiern verzichten?

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#60JahreSongcontest

von Mario Lackner und Oliver Rau

erschienen bei innsalz‾

EUR 22,–